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Hybride Attacken auf kritische Infrastruktur in Deutschland und Bundeswehr-Truppen im Ausland nehmen weiter zu. Spätestens seit 2022 sei ein spürbarer Zuwachs zu verzeichnen, sagte der Bundeswehr-Inspekteur Cyber- und Informationsraum, Vizeadmiral Thomas Daum, bei einem Pressetermin bei der Nato-Cyberabwehrübung «Locked Shields» im niederrheinischen Kalkar.
Cyber-Angriffe gegen die Bundeswehr richteten sich gegen Rechenzentren in Deutschland oder gegen Truppen im Ausland – etwa in Litauen, wo Stationierte den Eindruck haben, dass sie am Telefon abgehört werden. In Litauen seien auch Desinformationskampagnen gestartet worden – zum Beispiel mit der falschen Behauptung, dass der Kontingentführer am Wochenende in Moskau gewesen wäre, um sich mit Freunden zu treffen.
Größte Übung zur Cybersicherheit
Datenschützer registrieren seit Jahren Drohnen-Sichtungen und Ausspähversuche, Eindringversuche in Kasernen, die Beschädigung von Datenkabeln und Versorgungsleitungen in der Ostsee sowie Störungen des GPS-Methods. Die mutmaßlichen Hauptverursacher säßen in Russland, China, Iran und Nordkorea, sagte ein Bundeswehrsprecher in Kalkar.



