Summit Artwork Creations – shutterstock.com
Die Phantasm der eigenen Sicherheitszone
Viele Unternehmen investieren heute erhebliche Mittel, um ihre interne IT abzusichern. Firewalls, Monitoring, Incident-Response-Pläne und Consciousness-Programme sind etabliert. Gleichzeitig wächst eine gefährliche Phantasm: Die Annahme, dass sich Risiken innerhalb der eigenen Systemgrenzen kontrollieren lassen. Die Realität sieht anders aus. Moderne Geschäftsmodelle sind ohne externe IT-Dienstleister, Cloud-Providers, Softwarelieferanten und spezialisierte Subunternehmen kaum noch denkbar.
Genau hier entstehen die größten Unsicherheiten. NIS2 greift diese Entwicklung auf und stellt klar, dass Cybersicherheit nicht an der eigenen Firewall endet. Die Richtlinie zwingt Unternehmen, ihre Lieferketten nicht nur technisch, sondern strategisch neu zu bewerten. Sie macht externe Abhängigkeiten zu einem integralen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur und damit zu einer Führungsaufgabe.
NIS2 verschiebt den Fokus von Systemen auf Abhängigkeiten
Im Kern verfolgt NIS2 einen klaren Ansatz. Risiken sollen dort adressiert werden, wo sie tatsächlich entstehen. Statistiken und Incident-Analysen zeigen seit Jahren, dass Angriffe zunehmend über Drittparteien erfolgen. Software program-Updates, Wartungszugänge oder ausgelagerte Providers dienen als Einfallstore.



